Bedingungsloses Grundeinkommen – Vortrag vom 22.05.2012 in Gelsenkirchen

Am 22.05. habe ich mit Justin für den Hebewerk e.V. einen Vortrag mit anschließender Diskussion in Gelsenkirchen veranstaltet. Der Mitschnitt von dem Abend ist jetzt endlich online. Insgesamt ist die Bildqualität kein Augenschmauß, aber dafür kann man die Folien lesen. Viel Spaß beim anschauen und verbreiten:


Wenn es gewünscht ist, dann kann ich die Diskussion nach dem Vortrag auch noch nachschieben. Eine Besucherin der Veranstaltung hat eine sehr ausführliche Nachbesprechung verfaßt, die möchte ich Euch nicht vorenthalten: http://www.welt-bewegen.com/?p=1009

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9 Gedanken zu „Bedingungsloses Grundeinkommen – Vortrag vom 22.05.2012 in Gelsenkirchen

  1. Danke für das Verlinken! Ich finde die Diskussion über das Grundeinkommen und Bedingungsloses Grundeinkommen wichtig und richtig. Wir müssen mit viel kritischem Denken diesen Weg für eine freie Gesellschaft gemeinsam schaffen. Dabei sind Veranstaltungen wie diese genau richtig!

  2. Ein sehr eindrucksvoller Beitrag, der allerdings auch zeigt, wie schwierig es ist, alle derzeitigen Probleme in unserer Gesellschaft, mit einer einzigen Formel (BGE) lösen zu wollen. Die angesprochenen Änderungen wären gewaltig in unserer Gesellschaft und die Folgen nicht absehbar. Die Subventionen von 40 MRD Euro auf 14 MRD zu streichen ist etwas, was enorme Auswirkungen hätte. Denn wir sprechen von 26.000 Millionen Euro, die weniger in der Wirtschaft vorhanden wären.
    Nur bei Zahlenspielen wo es um 800 MRD Euro geht, wirken solche gewaltigen Änderungen eher gering.

    Ich empfehle auf dem Weg zu einem fairen BGE mit kleinen Schritten zu gelangen und nicht mit einem Riesenschritt alles über Bord zu werfen und dann zu schauen was passiert!

    Die angesprochene Steuergerechtigkeit und die komplizierten Steuerrückzahlungsmöglichkeiten ändern, wäre ein Anfang in die richtige Richtung. Dann den Steuergrundfreibetrag deutlich erhöhen, damit man diesen in einem späteren weiteren Schritt in ein BGE umwandeln kann.

    Mit den steuerlichen Mehreinnahmen lässt sich der Schuldenberg abtragen und dann wäre auch Geld für ein BGE vorhanden. Denn die niedrigen Einkommen bis 1000;- Euro monatlich, tragen eh nichts zum Steueraufkommen bei, es sei denn ich belaste diese Menschen zusätzlich mit einer höheren Mehrwertsteuer, das ich in diesem Sinne klar verurteile. Faire Steuern sollen die zahlen, die sich bisher mit einem guten Steuerberater Vorteile verschafft haben.

    Nur Schritt für Schritt sich dem BGE nähern und erst die 2 Billionen Euro Staatsschulden abbauen. Dann ist auch genug Geld für unser BGE da. Unsere Staatsschulden zu ignorieren in dieser Rechnung, finde ich nicht ok.
    Denn dafür bekommen die Gläubiger gute 125 Mrd Euro jährliche Zinsen, die unsere Bürger über Steuern erst erwirtschaften müssen. Den Schuldendienst, also die Verwaltung, die unsere Schulden verwalten und täglich umschichten, ist dabei gar nicht berücksichtigt.

    Unser derzeitiges Finanzsystem ist darauf ausgelegt, weiter Schulden zu produzieren, denn nur wer genug Schulden hat, bekommt aus diversen selbst geschaffenen Geldtöpfen Unterstützung! Solidarpakt Ost, Stärkungspakt, ESM, Schlüsselzuweisungen und vieles andere mehr. Unser Wirtschaftswachstum ist an unseren Schulden gekoppelt. Es ist nur eine Frage der Zeit wann das ganze System kippt. Denn unsere EU Spielregeln lassen nur eine bestimmte Verschuldung zu. Das erfahren jetzt diejenigen, die sich bisher aus den allgemeinen Töpfen gut bedient haben, in dem sie immer ordentlich ihre Schulden präsentiert haben. Was in Europa passiert, ist bei unseren Kommunen nicht anders. Auch da werden Schulden gemacht, um sich aus öffentlichen Töpfen bedienen zu können. Diese Praktiken sollten überdacht werden.

    Was mir auch fehlt in diesem Zusammenhang, ist die Erwähnung, das unsere derzeitigen Gesamteinnahmen des Bundeshaushalt nur um 280 MRD Euro liegen. Wenn ich 80 Millionen Bürgern monatlich 450 Euro (jährlich 5400 Euro) zukommen lassen möchte, kostet das dann
    432 MRD Euro.

    (Quelle: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Bundeshaushalt/Bundeshaushalt_2012/parlament-beschliesst-bundeshaushalt-2012.html
    Parlament beschließt Bundeshaushalt 2012
    Den beschlossenen Ausgaben in Höhe von 306,2 Mrd. Euro stehen vorgesehenen Einnahmen im Volumen von 280,1 Mrd. Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine erforderliche Nettokreditaufnahme in Höhe von 26,1 Mrd. Euro.
    Größter Etatposten sind die Ausgaben für Arbeit und Soziales (126,5 Mrd. Euro), gefolgt vom Schuldendienst des Bundes (38,3 Mrd. Euro) und dem Verteidigungshaushalt (31,9 Mrd. Euro). )

    In diesem Sinne erfreue ich mich über jeden weiteren Beitrag, der uns zu einem BGE weiter nach vorne bringt.

    Mit piratigen Grüssen aus Bottrop
    Rainer Woldenga alias Indigo

  3. Die Aussagen zu den Traumkurven, insbesondere zu G.Werner in Teil 1, Minute 19:20 sind falsch. Beruht das auf einem Mißverständnis oder ist das gezielt so geäußert? Werner sagt explizit, daß das Grundeinkommen bisherige Einkommen ersetzt, soweit sie über dem Grundeinkommen liegen.

    G. Werner hat zur Finanzierungsfrage eine Zeit lang die Konsumsteuer erwähnt. Diese wird insbesondere von Benedictus Hardorp Hardorp (siehe http://www.hardorp-schriften.de ) als Weiterentwicklung der Mehrwertsteuer gedacht.

    Wenn man das sog. Konsumsteuer-Modell verstehen will, ist die Latte-Macchiato-These hilfreich, siehe http://www.grundeinkommen.ch/milchschaum/

    Über die verschiedensten Finanzierungsmodelle kann man sich hier informieren:
    https://www.grundeinkommen.de/die-idee/finanzierungsmodelle

    Über den Verlauf der bGE-Diskussion in der Vergangenheit ist hier eine Menge gesammelt:
    http://www.archiv-grundeinkommen.de/

    Wo wir Sozialpiraten uns wann treffen, wird bestimmt auch noch öffentlich gemacht, irgendwann.

    Piratige Grüße aus Nürnberg,

    PiraToe

    • Also ich hab das gerade mal mit meinem Android Phone getestet, da habe ich das Problem auch. Die Videos lassen sich nicht abspielen, das liegt aber nicht an Vimeo. Ich befürchte, es liegt am Format des Videos. Leider konnte das Programm, mit dem ich die Videos bearbeitet habe, nix anderes exportieren. Ich habe mittlerweile ein anderes Programm, in Zukunft sollte das Problem nicht mehr auftauchen.

      • Okay, danke und schade!
        In ein anderes Format bringen ist zu stressig?

      • Bei zukünftigen Videos werde ich drauf achten. Habe ihm Moment keine Zeit um diese Videos neu zu machen. Vielleicht kannst Du’s Dir ja am Rechner anschauen?

  4. Pingback: Welt bewegen … » Blog Archive » Das BGE und die gute Zusammenarbeit

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