Es gibt in NRW endlich einen wählbaren Kandidaten: Andi Rohde

Ich habe letztens getwittert, daß der Andi Rohde (@Andi_nRw) der erste NRW Kandidat ist, denn ich für voll umfänglich wählbar halte. Das meine ich auch genauso und ja, daß drückt auch ein hohes Maß an Unzufriedenheit mit fast allen anderen Kandidaten aus. Er wollte mir das aber nicht glauben, deshalb werde ich das jetzt noch mal ausführlich begründen.

Mein Anspruch an einen Kandidaten ist folgender: er soll in der Lage sein Dinge zu organisieren. Er muß inhaltliche Arbeit können. Er sollte weltoffen und tolerant sein. Er muß ein ordentliches Maß an Integrität mitbringen. Er sollte eine Weile dabeisein, einerseits um ausreichend Erfahrung mitzubringen und andererseits um in der Partei gefestigt zu sein.

Gehen wir das mal durch. Andi hat vor den Piraten regelmäßig Veranstaltungen organisiert, hat also schon ordentlich Erfahrungen sammeln können in dem Bereich. Bei den Piraten kenne ich ihn seit Ende 2009. Im Rahmen der Arbeit von AK und AG Drogenpolitik haben wir viel Orgakrams zusammen gemacht. Viel wichtiger ist aber wohl zu erwähnen, daß Andi maßgeblich daran beteiligt war, den KV Wesel aufzubauen. Wenn Andi Dinge anfängt, dann bringt er sie auch zu Ende. Er ist sehr zuverlässig und arbeitet in der Regel auch sehr schnell.

Was die inhaltliche Arbeit angeht: auch hier kann ich nur Bestnoten vergeben. Es ging los mit einem drogenpolitischen Beitrag zum Programm der NRW-Piraten 2010. Anschließend war der Eintrag im Grundsatzprogramm zur Drogenpolitik dran. Darauf folgten etliche Wahlprogrammanträge und Positionspapiere und im Oktober haben wir gemeinsam mit dem Berliner aus der AG und ein paar Anderen das Nichtraucherschutzgesetz für die Fraktion analysiert und Änderungsanträge dazu verfaßt.

Ich kenne den Andi als einen sehr umgänglichen Diskussionspartner. Er ist eigentlich immer um einen respektvollen Ton bemüht. In meinen über 3 Jahren bei der Piratenpartei habe ich keinen anderen Piraten kennen gelernt, der mit so viel Herzblut bei der Sache ist und so viel Einsatz für die Piraten bringt. Ich halte es auch für sehr sinnvoll, statt ’nem Lehrer oder Anwalt einfach mal einen Handwerker in den Bundestag zu schicken.

Anstatt z.B. einen von den Verblendeten aus dem Vorstand oder einen vermeintlichen Heiland wie Udo Vetter zu wählen, wählt doch lieber einen von uns, nämlich den Andi. Aktuell kann man sich ein Bild vom Andi auf diversen drogenpolitischen Vorträgen in ganz NRW machen. Der Andi ist nämlich so einer, der seine Zeit lieber für Politik als für das Anpreisen der eigenen Person verwendet.

Hier könnt Ihr Euch den Andi mal selbst angucken:

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5 Gedanken zu „Es gibt in NRW endlich einen wählbaren Kandidaten: Andi Rohde

  1. Ahoi Spliff,

    soll das jetzt Werbung oder Anti-Werbung sein? Bei vielen Punkten tust Du dem Andi bestimmt keinen Gefallen.

    > „Er sollte weltoffen und tolerant sein.“

    Toleranz bedeutet lediglich Duldung von etwas, was man eigentlich ablehnt. Dies ist eine Form von Gleichgültigkeit. Und eine Form der Ausgrenzung. Denn meistens toleriert man es nur dann, wenn es da bleibt wo es ist. Man will eigentlich nicht viel damit zu tun haben und es nicht als Gleichwertig anerkennen. Damit ist Toleranz auch eine Form der Beleidigung und Diskriminierung – zumindest, wenn es um Verhaltensweisen und Eigenschaften von Menschen geht.
    Nur Anerkennung, Akzeptanz und Respekt für alle Eigenschaften und nicht strafbaren Verhaltensweisen von Menschen führen zu weniger Ausgrenzung und Diskriminierung.

    > „Er sollte eine Weile dabei sein {…} um in der Partei gefestigt zu sein.“

    In einer Mitmachpartei? Und „gefestigt“ in einer Ideologiefreien Partei? Das passt doch wohl eher zu ideologischen Parteien.

    > „Viel wichtiger ist aber wohl zu erwähnen, dass Andi maßgeblich daran beteiligt war, den KV Wesel aufzubauen.“

    Soso, er hat also Machtstrukturen erschaffen, gegen die sich die PIRATEN eigentlich aussprechen.
    Damit hast Du die KV-Gegner überzeugt, Andi _nicht_ zu wählen.

    > „Ich halte es auch für sehr sinnvoll, statt ‘nem Lehrer oder Anwalt einfach mal einen Handwerker in den Bundestag zu schicken.“
    > „Anstatt z.B. einen von den Verblendeten aus dem Vorstand oder einen vermeintlichen Heiland wie Udo Vetter zu wählen“

    Andere ohne stichhaltige Argumente runterzumachen halte ich im innerparteilichen „Wahlkampf“ für kontraproduktiv. Unser Ziel sollte es doch sein, Listenkandidaten aufzustellen, welche im Bundestagswahlkampf überzeugen und in der Fraktion teamorientiert, konstruktiv und produktiv arbeiten können.

    > „Aktuell kann man sich ein Bild vom Andi auf diversen drogenpolitischen Vorträgen in ganz NRW machen.“

    Um die Antiwerbung zu komplettieren: Hier hast Du vergessen zu erwähnen, dass diese persönliche Wahlkampftour auf Kosten des Landesverbandes stattfindet:
    http://wiki.piratenpartei.de/NRW:2012-12-19_-_NRW_Vorstand#Sonstiger_Antrag_-_.2370560_.2F_Beauftragung_von_Andreas_Rhode_f.C3.BCr_Themenvortr.C3.A4ge_zur_piratigen_Drogenpolitik

    Mit piratigen Grüßen
    Stefan

    • Deine Definition von Toleranz hört sich ganz schön schräg an. Darfst Du gerne behalten.

      >>> “Er sollte eine Weile dabei sein {…} um in der Partei gefestigt zu sein.”

      > In einer Mitmachpartei? Und “gefestigt” in einer Ideologiefreien Partei? Das passt doch wohl eher zu ideologischen Parteien.

      Ja, Mitmachpartei heißt nicht, daß man am einen Tag sein Interesse für Politik entdeckt und am nächsten Tag Anspruch auf den Posten als Bundeskanzler hat. Für wichtige Ämter und Mandate sollte man seine Qualifikation erst mal unter Beweis gestellt haben. Um bei den Piraten gut Politik machen zu können benötigt man außerdem ein gewisses Maß an Vernetzheit und damit das auf einem soliden Fundament steht braucht es Zeit.

      > Soso, er hat also Machtstrukturen erschaffen, gegen die sich die PIRATEN eigentlich aussprechen. Damit hast Du die KV-Gegner überzeugt, Andi _nicht_ zu wählen.

      2010 hat angerufen und möchte seinen Grabenkampf zurück haben. Du bist also der Auffassung, wenn man Macht einfach ignoriert, dann ist man sicher? Wach auf, Du Träumer! Was willst Du mit so einer naiven Einstellung im Bundestag? Macht bändigt man, in dem man sie in Strukturen einbindet, die in der Lage sind, Machtpotentiale sinnvoll auszubalancieren. Mal ganz abgesehen davon, daß es wohl Sache der Weseler Piraten sein sollte, mit welchen Strukturen sei arbeiten wollen.

      > Um die Antiwerbung zu komplettieren: Hier hast Du vergessen zu erwähnen, dass diese persönliche Wahlkampftour auf Kosten des Landesverbandes stattfindet:

      Jetzt wirst Du aber unverschämt. Andi geht ganz offen damit um, daß er eine Beauftragung vom LaVor dazu bekommen hat. Die große Nachfrage dazu im LV rechtfertigt das auch ganz problemlos. Allein im Januar wird Andi 11 Vorträge halten in ganz NRW. Es zeichnet sich ab, daß es wohl ingesamt mehr als 20 Vorträge sein werden. Soll da eine Privatperson den finanziellen Aufwand alleine stemmen, oder wie? Dazu hat er einen sehr aufwendigen Vortrag vorbereitet.
      Die Idee der Vortragsreihe kam übrigens im Zusammenhang mit dem Aliosgate auf, ist also schon etwas älter. Hat halt etwas länger gedauert, weil alle Beteiligten noch mit anderen Dingen beschäftigt waren.

  2. Ich sach ma so: Man muss inhaltliche Arbeit nicht unbedingt *gemacht* haben, um sie zu können – oder jedenfalls besser zu können als 99 Prozent derer, die sich derzeit damit brüsten, welche zu machen. Ich hab in vielen AKs und AGs schon mal reingeschaut und die Arbeit dort überzeugt mich nicht besonders, weder die Effizienz noch die Resultate. Würde einer wie Achim Müller sich darauf werfen, dann bin ich davon überzeugt, dass er dort exakt ebenso fantastische Resultate abliefern würde wie in der AG ÖA. Allerdings hat er sich – zum Glück – bislang dafür entschieden, lieber die vielen großen und kleinen Gates zu reparieren, die unsere Wichtigen ständig anrichten oder durch ihre Inaktivität bis Inkompetenz passieren lassen, und im Übrigen keine eigenen anzurichten. Man kann sich halt nicht teilen.
    Nach dieser Vorbemerkung muss ich aber sagen, dass ich Andi Rohde ebenfalls für einen sehr sehr guten Bewerber halte.

  3. Da es hier ja um mich geht…möchte ich mich äußern:

    @Spiff:
    Ich bin wirklich sehr gerührt davon, dass du eine so unglaublich hohe Meinung von mir hast. Aber das hier ist mir schon ziemlich unangenehm. Das ist etwas, das ich selbst nie machen würde.

    Dein Tweet dazu ehrte mich schon über alle Maßen. Und schon da sagte ich dir ja, das ich das für weit übertrieben halte.

    Hier werden Sachen sehr hoch gehängt, die ich eher für selbstverständlich halte. Sachen, die sehr viele andere bei uns ganz genau so (gut?) machen.


    Das so eine Loborgie eine Gegenreaktion auslöst, dass ist bei den Piraten ja auch festes Programm. *smile* Und ich halte es ja auch für gut, dass alles hinterfragt wird. Das bring mich zum Stefan:


    *Zur Tolenanzfrage* möchte ich einfach das zitieren, was ich schon vor Fabians Blog hier dazu im Portal sagte:

    (Nixus)
    „Vermutlich hältst Du Dich für tolerant. Wenn ja, nenne bitte drei Verhaltensweisen, Eigenschaften, etc., die Du tolerierst.“

    (Andi_nRw)
    „Geschickte Frage. 🙂
    Echte Toleranz bedeutet für mich , dass man Eigenschaften, Ansichten oder Verhaltensweisen nicht nur duldet, sondern wirklich als normal akzeptiert. Ich könnte hier sehr wohl sagen, was ich nicht toleriere. Umgekehrt funktioniert das so nicht.
    2013/01/09 18:39:33 “


    *KV? Machtstukturen?*
    Im Kreis Wesel hatten wir schon jahrelang völlig basisdemokratisch alles mögliche an Parteiarbeit organisiert. Dann Anfang 2012 einen KV zu gründen war ebenfalls eine absolut basisdemokratische Entscheidung (übrigens ohne Gegenstimme). Für mich persönlich führte das erfreulicherweise dazu, dass wir Aufgaben noch besser auf mehr Schultern verteilen konnten. Kreisweit sehe ich hier einfach keinen Nachteil zu vorher, dafür aber einige deutliche Vorteile.
    Nichts davon hat mit persönlicher Macht zu tun. Fände es auch lächerlich, bei einem Piraten-Kreisvorstand von Machtposition zu sprechen. Ich bin überzeugt, das nicht einer in unserem KV je den Eindruck hatte, dass es jemanden im heutigen Vorstand auf Einfluss oder sonst etwas Persönliches schielte. Da gibt es einfach Arbeit zu tun und die wird heute von vielen Mitglieder und einem prima Vorstand getan, der sein Tun Woche für Woche hinterfragen lässt.

    Mir selbst ist es relativ gleichgültig, wie sich Piraten vor Ort organisieren wollen. Hauptsache, sie sind sich darin einig und es kommt eben eine funtionierende Organisation des Nötigen zustande.


    *Andere runtermachen?*
    Ja Stefan, da bin ich ganz bei dir. Und auch hier zitiere ich einfach meine Antwort im Portal dazu:

    (PiratPinguin)
    „Was ist Dein(das) Hauptargument das Du in den Top 10 der Liste stehen solltest und nicht einer der anderen Kandidaten?“

    (Andi_nRw)
    „Solch ein Argument habe ich nicht. Hätte ich so ein Argument, dann würde das eine Haltung zeigen, die ich verabscheue: ‚Sich selbst erhöhen, indem man andere runterputzt‘.“


    *persönliche Wahlkampftour auf Kosten des Landesverbandes*
    Hier aber liegst du völlig falsch, Stefan. Nicht nur, dass das schon länger geplant war. Hier ging die Initiative von LV aus und ich setze den Plan jetzt in die Tat um. Ist es etwa verwerflich, dass ich etwas Sprit-Geld zurück bekomme, wenn ich fast jeden 2. Abend im Monat durch die Lande kurve, um meinen Mitpiraten etwas zu bringen, dass sie (bisher zumindest) auch als sinnvoll und nützlich empfanden? Mindestens, was von dieser Erstattung über meine tatsächlichen Kosten hinaus geht…wird im Übrigen gespendet.

    Und: Von mir wird meine Bewerbung bei diesen Vorträgen strikt nicht mal erwähnt. Werde ich darauf angesprochen, so halte ich das Gespräch zu kurz wie möglich. Ich möchte eben Beides nicht im Kontext verstanden wissen. Leider wird das trotzdem von einigen so empfunden werden. Mir ist das bewusst, aber ich kann diese ‚zeitliche Ungünstigkeit‘ ja nicht ändern. Sollte ich deshalb vielleicht nicht Kandidieren? Oder diese Vortragsreihe canceln?
    Es gibt einfach keine solchen Hintergedanken auf meiner Seite. Und wer mich kennt, der weiß das auch.


    Ich halte mich für einen von einer ganzen Reihe ordentlicher Bewerber. Manche davon schätze ich höher ein und wenige davon kann ich mir als guten Spitzenkandidat vorstellen.
    @Kettensäge:
    Beim Achim stimme ich dir vollkommen zu. Auch für mich ein prima Einser. Dafür werde ich übrigens selbst gar nicht antreten.

    Ich hoffe hiermit das eine oder andere hier gerade rücken zu können. Ich könnte auch gut damit leben, wenn diese ganze Seite verschwindet. Sie ist mir – wie oben schon gesagt – unangenehm, auch wenn sie bestimmt in bester Absicht gemacht wurde.

    Ich bin Pirat. Ich bin einer von Vielen. Und ohne das sind wir alle nicht so viel.

    LG Andi

  4. Hier schreibt ein „ganz normales zahlendes PP-Mitglied“. Ich möchte mal zu Stefan Kottas‘ Bemerkung etwas sagen:

    „Toleranz bedeutet lediglich Duldung von etwas, was man eigentlich ablehnt. Dies ist eine Form von Gleichgültigkeit. Und eine Form der Ausgrenzung. Denn meistens toleriert man es nur dann, wenn es da bleibt wo es ist. Man will eigentlich nicht viel damit zu tun haben und es nicht als Gleichwertig anerkennen. Damit ist Toleranz auch eine Form der Beleidigung und Diskriminierung…“.

    Toleranz ist eine Form von Gleichgültigkeit, Ausgrenzung, Beleidigung und Diskriminierung?

    Eine dermaßen schräge Definition von „Toleranz“ habe ich in meinem 64-jährigen Leben noch nicht gehört. Gott (oder wer auch immer) behüte mich vor solchen Leuten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz

    PS: Was hat Stefan Kottas geraucht? Er sollte dringend etwas anderes nehmen!

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